Echthaar Tressen – Vor- und Nachteile

Bei einer Haartresse handelt es sich um nebeneinander aufgereihte Haare, die auf einem Band aufgenäht oder aufgeklebt sind. Diese Bänder werden Tressen genannt. Dabei kann es sich sowohl um Echthaar als auch um synthetisches Haar handeln. Um sie am Kopf zu befestigen, werden diese in der Regel festgeklebt, wofür ein spezieller Silikonkleber verwendet wird.

Normalerweise kann sich jede Frau einer Behandlung mit Haartressen unterziehen, Voraussetzung ist lediglich eine Mindestlänge des Eigenhaars von etwa zehn Zentimetern. Die Tressen werden meist am oberen Rand umgeschlagen und so vernäht, dass die Haare aus der Naht nicht herausfallen können. Aufgrund dessen hat man die Möglichkeit, diese nach Lust und Laune selbst zurechtzuschneiden, beispielsweise auf die gewünschte Breite zu kürzen.

Wie werden Tressen angebracht?

Um die Tressen am Eigenhaar zu befestigen, werden die in Bahnen genähten Haarbänder mit Clips einfach am Haar angebracht. Dabei wird zunächst am Hinterkopf eine Linie gezogen, anschließend werden die Haare geteilt und schließlich die Strähnen toupiert. Wenn es sich um eine größere Dichte und Länge handelt, bedarf es einer Vielzahl von Haartressen – auch die Verarbeitung ist dabei etwas aufwendiger. Alternativ zu den kurzlebigen Clipbefestigungen bieten sich auch Tressen an, welche festgeklebt werden können.

Es dauert ungefähr gleich lang, allerdings halten diese mehrere Wochen und können ebenso problemlos getragen werden. Nach der Befestigung können die Haare ganz normal gewaschen werden und man muss sich diesbezüglich keine Gedanken machen. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Methoden, um Echthaartressen anzubringen:

Clip In Extensions: werden einfach und schnell am Haar angebracht und können ebenso schnell wieder entfernt werden. Sie sind nicht permanent am Haar befestigt.

Klebetressen: sind auch einfach anzubringen und halten mehrere Wochen, außerdem bieten diese einen besonderen Tragekomfort.

Tressen mit Microrings: sind besonders für dünnes Eigenhaar geeignet und halten mehrere Monate.

Die Vor- und Nachteile von Tressen

Die Vorteile einer Haarverlängerung mit Tressen liegt vor allem in der Geschwindigkeit, da man mehrere Zentimeter auf einmal in das Eigenhaar einarbeiten kann. Dies ist ein ausschlaggebender Faktor für den relativ günstigen Preis. Bei anderen Methoden, bei denen das Haar viel aufwendiger eingearbeitet wird, ist es auch dementsprechend teurer. Ein weiterer Vorteil von Tressen ist jener, dass sich diese nicht so schnell lösen. Ein Nachteil von Tressen ist, dass diese nur mit einem speziellen chemischen Lösemittel wieder entfernt werden können.

Unterschiedliche Qualität

Wie bei anderen Möglichkeiten der Haarverlängerung, ob nun Haarteile, Perücken oder einzelne Strähnchen, spielt die Qualität eine wichtige Rolle und man hat die Auswahl zwischen qualitativ hochwertigem Echthaar und synthetisch hergestelltem Kunsthaar – so auch bei den Haartressen. Beide haben sowohl Vor- als auch Nachteile – sie unterscheiden sich aber vor allem im Preis.

Während Echthaar, welches häufig aus Indien stammt, relativ teuer ist, ist Kunsthaar günstiger in der Anschaffung und kostet zwischen 100 Euro und 500 Euro. Der wohl größte Vorteil von Echthaar ist allerdings jener, dass sich dieses nicht nur kaum vom Eigenhaar unterscheidet, sondern auch wie solches behandelt werden kann – Glätteisen oder Lockenwickler sind somit kein Problem. Aus diesem und weiteren Gründen sind Echthaar Tressen den synthetisch hergestellten grundsätzlich vorzuziehen.

Unterschiedliche Größen und Farben

Auch bei Haartressen hat man die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Größen und Farben zu wählen. Dabei spielt vor allem der Anwendungsbereich eine wichtige Rolle. Während im Bereich des Hinterkopfs vorwiegend breitere Strähnen zum Einsatz kommen, sind am Seitenbereich kleinere und dünnere Ausführungen zu empfehlen.