Haarverdichtung für mehr Volumen

Früher mussten Menschen bei lichtem Haar noch zu Toupets greifen. Das hat sich heute allerdings geändert. Dank professioneller Haarverdichtungen kann man den Haarschwund verbergen und für volles Haar sorgen. Ähnlich wie bei einer Haarverlängerung, wird auch bei einer Haarverdichtung fremdes Haar am Ansatz der eigenen Haare befestigt.

In der Regel wird es festgeklebt oder mit speziellen Knoten festgebunden. Eine Haarverdichtung bietet die Möglichkeit, kahle Stellen wieder voll aussehen zu lassen. Die Behandlung ist besonders für Frauen geeignet, welche großflächig kahle Stellen haben oder gar an Haarausfall leiden. Das Haar lässt sich weiterhin perfekt formen und fühlt sich natürlich an.

Unterschied zwischen Haarverlängerung und Haarverdichtung

Während bei einer Haarverlängerung das Eigenhaar verlängert wird, wird es bei einer Haarverdichtung verdichtet. Bei letzterem entspricht die Länge der Länge des Eigenhaars und dient eigentlich dazu, feines Haar sowie kahle Stellen schöner und eben nicht länger aussehen zu lassen.

Wie funktioniert eine Haarverdichtung?

Es gibt unterschiedliche Methoden bei der Haarverdichtung. Normalerweise wird das fremde Haar zunächst dem Wunsch der Frau gemäß verarbeitet – gewellt, gefärbt oder geschnitten. Anschließend wird das Fremdhaar in einem speziellen Verfahren am Ansatz des Eigenhaars befestigt. Die wahrscheinlich beliebteste Methode, die Haare fest miteinander zu verbinden, ist das Befestigen mit Wärme-Ultraschall. Diese hat nämlich den Vorteil, dass die Verbindungen sehr fein und kaum sichtbar sind. Eine weitere Methode ist das Verbinden mit mechanischen Mitteln.

Dabei werden die Fremdhaare mit dem Eigenhaar durch Metallhülsen verbunden. Allerdings können diese, beispielsweise bei einem starken Windstoß, zum Vorschein kommen und somit sichtbar werden.

Häufig wird dabei ein Scheitel von Ohr zu Ohr gezogen und die Haare Schritt für Schritt angebracht. Das „neue“ Haar kann problemlos gewaschen, gepflegt und gestylt werden.

Die Fremdhaare

Sehr beliebt und verbreitet ist Fremdhaar aus Indien. Dieses muss bei uns in Europa jedoch verarbeitet werden, da es sich sowohl in Farbe als auch in der Struktur unterscheidet. Würde dies nicht verarbeitet, könnte es sein, dass es bei manchen Frauen nicht mehr natürlich wirkt.

Wie lange halten die Fremdhaare?

Unabhängig davon für welche Methode man sich entscheidet, hält eine Verdichtung im besten Falle bis zu sechs Monate. In diesen sechs Monaten wächst das Eigenhaar nämlich nach und die Verbindungsstellen werden sichtbar. Dabei wird die Verdichtung meist entfernt und erneuert.

Wer ist für eine Behandlung geeignet?

Das Eigenhaar muss einige Voraussetzungen für eine Haarverdichtung erfüllen. So muss es beispielsweise mindestens acht bis zehn Zentimeter lang sein, damit man die Verbindungsstellen bestmöglich verstecken kann. Außerdem sollte das Haar gesund sein, da dieses durch die Behandlung stark strapaziert wird.

Wie viel kostet eine Haarverdichtung?

Die Kosten für eine Behandlung können stark variieren und sind von verschiedenen Faktoren abhängig. So spielt beispielsweise die Wahl des Frisörs eine entscheidende Rolle, aber vor allem hängt der Preis davon ab, wie viele Haarsträhnen in das Eigenhaar eingearbeitet werden und welches Haar dabei verwendet wird – Echthaar oder Kunsthaar. Je nach Haarmenge kostet das Fremdhaar in etwa zwischen 140 Euro und 500 Euro. Es sollte ungefähr nach acht Wochen wieder neu geknotet werden – ungefähr 35 Euro pro Sitzung.